Eine Recyclingkette oder Ein bisschen 80er Jahre Nostalgie

Ich brauchte ganz schnell eine Kette – bevorzugt in Neonpink und irgendwie ein bisschen massiver sollte sie sein. Zeit und Geld für Materialeinkauf gab es nicht, also schaute ich mich um, was ich denn so alles herumliegen habe und fand

  • 1 neonpinke Feinstrumpfhose
  • 2 schwarze Lederreste
  • 2 schwarze Elektrokabel
  • und ein paar Einzelteile aus kaputten Kugelschreibern
    (die fand ich übrigens in meiner Handtasche, die sich sicher gefreut hat, dass ich sie endlich wieder mal entrümpelt habe ;-))

Und dann fand ich dieses Video von Duendecillaa. Mein Spanisch hört zwar gleich nach »Hola, ¿qué tal? Gracias, bien.« auf, aber ich bekam sofort eine Idee.

Ich schnitt die Strumpfhose in Streifen und nähte sie an einem Ende zusammen. Dann häkelte ich die beiden Elektrokabel in zwei Ketten und verband die beiden Teile sowohl miteinander als auch mit den
Strumpfhosen-Enden. Danach fädelte ich die einzelnen Kugelschreiberteile auf die Streifen und nachdem ich die Länge und das Fallen der Kette angepasst hatte, nähte ich auch das zweite Ende zusammen. Über die mit Garn umwickelten Enden klebte ich jeweils einen mit Zickzackschere geschnittenen Lederstreifen, den ich auch noch mit silberfarbenen Nylbond zusammennähte. Einige schmale Lederstreifchen klebte ich zusätzlich als „Perlen“ an die Strumpfhosen. Und das ist das Ergebnis:

P.S.: Leider habe ich derzeit keine gute Digitalkamera. Vor zweieinhalb Wochen ist ja bei Selbstauslöser-Aufnahmen meine Nikon Coolpix P7000 kaputt gegangen und der Kostenvoranschlag für die Reparatur ist so hoch, dass ich mir nun überlege, eine neue zu kaufen. Allerdings ist meine Wut auf die Foto- und Elektronikindustrie, die immer kurzlebigere Produkte erzeugt und das Reparieren verunmöglicht und zudem auch noch Arbeitskräfte ausbeutet, einfach noch zu groß. Vielleicht finde ich ja auch eine funktionierende gebrauchte Kamera.

Fotos: © Rubinskaja

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